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Tag der Sachsen 2010
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SACHSEN FEIERT AM ÄQUATOR!
 Vom 03. - 05. September 2010
Sachsens größtes Volks- und Heimatfest
 19. Tag der Sachsen 2010 findet in Oelsnitz/Erzgeb. statt.

Die Stadtverwaltung freut sich mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den 73 Vereinen auf drei tolle Tage und auf Ihren Besuch. Die Stadt Oelsnitz/Erzgeb. liegt am Rande des Erzgebirgskreises, eingebettet zwischen Feldern, Hügeln und Wäldern im Tal des Hegebaches. Als Teil des ehemaligen Lugau-Oelsnitzer-Steinkohlenreviers ist der Ort von einer einzigartigen vom Bergbau überformten Landschaft geprägt und besitzt Industriedenkmäler von überregionaler Bedeutung.
 Die Steinkohle ist es auch, die das Motto des 19. Tages der Sachsen prägen wird: »SACHSEN FEIERT AM ÄQUATOR!«
Historisches kurzer Einblick in die Geschichte
 Ja, Oelsnitz im Erzgebirge liegt am Äquator! Das glauben Sie nicht? Es ist aber so. Na ja, zumindest war es so vor 310 Millionen Jahren. Da nämlich verlief durch Oelsnitz die Äquatorlinie. Woher man das weiß? Nachweislich bildeten sich Steinkohlenlagerstätten nur am Äquator. So entstand auch das Lugau-Oelsnitzer-Steinkohlenrevier im Bereich eines äquatorialischen Gebirgszuges.
In einem Heimatbuch von 1932 ist zu lesen: "Wenn ein Wanderer von den Höhen Stollbergs kommend, ein Heer von Lichtern in der Dunkelheit aufstrahlen sieht, aufglühend am Bergeshang, zusammengeschart zu Hunderten von großen Fenstern oder in langen Perlenketten sich hinziehend, dann schaut er im Zauber abendlicher Romantik Oelsnitz, die Heimat der sächsischen Steinkohle, die Wohnstätte lebendigen Fleißes.
Die Bergbaustadt in der Mitte der zwanziger Jahre
 1924, als "sächsisches Städtejahr" bezeichnet, werden sieben große Industriegemeinden des Freistaates zu Städten erhoben, darunter auch Oelsnitz die damals bevölkerungsreichste Landgemeinde Sachsens und das benachbarte Lugau. Beide Orte gelten als Zentren des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers im sogenannten Erzgebirgischen Becken am Nordrand des Erzgebirges zwischen Chemnitz und Zwickau. Das Kohlenrevier befindet sich in den zwanziger und dreißiger Jahren auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung.
 Die hiesige Bergbaulandschaft wird geprägt von mächtigen Turmförderanlagen und Stahlgerüsten, von vielen Schornsteinen und Kühltürmen, Aufbereitungs- und Versandanlagen. Zahlreiche Abraumhalden, zum Teil noch kahl und auch schon mit Birken begrünt, haben das Landschaftsbild verändert. | |
Urzeit hält Einzug im Bergbaumuseum neue Attraktion erwartet die Besucher

Es wird gebohrt und gehämmert im Bergbaumuseum. Kulissenbauer Olaf Barthel, befestigt riesige Bildtapeten an den Wänden und Günther Politor pflanzt Baumstümpfe und urzeitliche Pflanzen davor. Es wurden bereits riesige modellierte Bäume angeliefert und mittels Kran in den dreidimensionalen Steinkohlenwald eingepflanzt. So nimmt der Urwald, der einmal für das Zwickau-Oelsnitzer Steinkohlenrevier die Voraussetzung für den späteren Abbau der Kohle bildete, immer mehr Gestalt an. Ein Zeitalter, das immerhin rund 300 Millionen Jahre bis ins Karbon zurückreicht.
 Die schmalen Gänge, mit den bis zu sechs Meter hohen Räumen, bilden eine beeindruckende Kulisse. Die Besucher werden über die Brücke in den Rundbau des Museums geführt, der Weg, den früher einmal die Kumpel gegangen sind. Danach können die anderen Museumsräume, sowie der Generatorraum, die Galerie und der Turm erreicht werden. Die gesamte Ausstellungsfläche wird etwa 100 Quadratmeter umfassen und wird bis zum Tag der Sachsen fertiggestellt sein. | |
Geheimnis um Namen des Maskottchens für Tag der Sachsen gelüftet

Äquatorsteiger Karli, so hat man den Sympatieträger für den Tag der Sachsen 2010 getauft.
 Der lustige Geselle mit der Erdkugel als Leib und der Tradition des Bergbaues folgend als Kopfbedeckung eine Kappe, wurde aus vielen Einsendungen ausgewählt. Danach gab es einen öffentlichen Aufruf für die Einsendung eines Namens. 31 Vorschläge kamen von 20 Einreichern zusammen und am 31. März 2009 hatte eine Jury die schwierige Aufgabe der Auswahl. Letztlich entschieden sich die sechs Damen und Herren für eine Zusammensetzung zweier eingereichter Namen, Schachtsteiger plus Karli.
 Den Kumpel namens Karli, beziehungsweise den Steiger soll es ja gegeben haben. Ob dieser zufällige Ähnlichkeiten mit dem korpulenten, lustigen Sympatieträger hat, das lassen wir dahingestellt. Und da der Tag der Sachsen 2010 in Oelsnitz am Äqator gefeiert wird, hat auch der Äquatorsteiger seine Berechtigung. | |
Gersdorfer Brauerei mischt zum Tag der Sachsen mit
 Äquator-Bier für den Sachsen-Tag
 Die Vorbereitungen laufen schon jetzt auf Hochtouren und Brauereichefin Renate Scheibner und Braumeister Gerd Griesbach, von der Glückauf-Brauerei in Gersdorf, haben auch schon das passende "Äquator-Bier" entwickelt. Sie haben extra für diesen Tag eine besondere Spezialität vorbereitet. An diesem Tag heißt es dann: Glück Auf und Wohl bekomm´s! | |
Impressionen zu Oelsnitz im Erzgebirge

 Blick auf die Stadt Oelsnitz Rudolf-Brunnen auf dem Rathausplatz Rathaus der Stadt Oelsnitz

 Stadtwappen der Stadt Oelsnitz Stadtcafé - Gaststätte & Pension Geschäftstrasse - Bahnhofstrasse

 Bergbaumuseum in Oelsnitz Eingang zum Museum Förderturm

 Lokomotive der 52er Reihe mit Güterwaggon Seilscheibe auf dem Außengelände Letzter Hunt aus dem
Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenverier
 
Neu gebaute Uhr auf dem Rathausplatz 2009 Nachbau der Persiluhr aus dem Jahre 1926 Links: Rathausplatz 1926, in der Mitte die Persiluhr
Quelle: Bilder und Textauszüge aus der Bildchronik Band III "Oelsnitz im Erzgebirge" © Stadtverwaltung Oelsnitz Fotos von der Stadt Oelsnitz und Bergbaumuseum © Juana Kreßner | |
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